Meine Zielgruppe
Junge Menschen zwischen 6 bis 12 Jahren, insbesondere mit Förderbedarf in den Bereichen emotionale Entwicklung und Sozialverhalten.
Ziele meiner Arbeit
In meiner tiergestützten pädagogischen Arbeit mit Hund und Ratten verfolge ich das Ziel, Kindern und Jugendlichen einen sicheren, wertschätzenden Raum zu bieten, in dem sie sich selbst erleben, wachsen und entwickeln können.
Die Tiere sind dabei mehr als nur Begleiter. Sie sind Beziehungsbrücken, Impulsgeber und ehrliche Spiegel.
Die wichtigsten Ziele meiner Arbeit sind:
- Selbstwahrnehmung stärken
- Selbstwert und Selbstwirksamkeit fördern
- Soziale und emotionale Kompetenzen entwickeln
- Emotionale Stabilität und Stressregulation unterstützen
- Ressourcen entdecken und Potentiale entfalten
- Tierliebe, Achtsamkeit und Respekt fördern

Was ist das Besondere an meiner Arbeit?
Was meine Arbeit besonders macht, ist die Verbindung aus pädagogischer Fachlichkeit, systemischer Haltung und der feinfühligen Unterstützung durch meine zwei sehr unterschiedlichen Tierarten: Hund und Ratten. Diese Kombination ist selten – und bewusst gewählt.
Zwei Tierarten – zwei Wege zu einer Beziehung
Der Hund vermittelt Sicherheit, Orientierung und emotionale Stabilität. Die Ratten ermöglichen Nähe im kleinen Rahmen, fördern Feinfühligkeit und schaffen überraschende Aha-Momente – gerade bei Kindern mit Unsicherheiten, Ängsten oder Vorurteilen. Gemeinsam eröffnen die Tiere vielfältige Zugänge zur Welt der Kinder.
Ich sehe jedes Kind in seinem gesamten Lebenskontext: mit seinen Fähigkeiten, seinem Tempo und seinem Umfeld. Meine Haltung ist geprägt vom Vertrauen in die vorhandenen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten. Ich arbeite beziehungsorientiert, klar und immer mit dem Blick auf das, was möglich ist – nicht auf das, was fehlt.
Ich gestalte meine Angebote so, dass sie zu den Kindern passen. Meine Settings sind niedrigschwellig, lebensnah und geprägt von echter Begegnung. Ob ruhiger Kontakt zu einer Ratte, aktives Naturerlebnis mit Hund oder einfach nur sein dürfen. Jedes Kind darf bei mir sein, wie es ist.
Meine Arbeit basiert auf fachlicher Qualifikation, kontinuierlicher Weiterbildung und langjähriger Erfahrung in der pädagogischen Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Ich arbeite strukturiert, empathisch und auf Augenhöhe mit Mensch und Tier.
Kurz gesagt: Was mich auszeichnet, ist der achtsame Dreiklang aus Tier, Beziehung und Haltung sowie die Fähigkeit, damit Räume zu schaffen, in denen Kinder wachsen dürfen.


Wirkungen von tiergestützter Pädagogik
Meine Tiere unterstützen Kinder und Jugendliche auf vielfältige Weise in ihrer persönlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung. Beide Tierarten bringen dabei ganz eigene Qualitäten mit, die sich wirkungsvoll ergänzen:
Der Hund wirkt oft als emotionaler „Türöffner“. Er fördert Vertrauen und Beziehungsaufbau. Durch seine loyale, wertfreie Art unterstützt er besonders Kinder mit Bindungsschwierigkeiten oder belasteten Vorerfahrungen, Nähe und Beziehung wieder positiv zu sehen.
Er wirkt regulierend und beruhigend. Das heißt seine körperliche Nähe, das Streicheln oder einfach seine Anwesenheit können stressreduzierend wirken, Ängste lindern und emotionale Stabilität fördern.
Außerdem stärkt er das Selbstvertrauen und steigert die soziale Kompetenz der Kinder. Hunde sind bei den meisten Kindern sehr beliebt und als Haustier oft gewünscht. Der Umgang mit einem echten, lebendigen Tier erfordert Klarheit, Selbstkontrolle und Einfühlungsvermögen – Kompetenzen, die sich direkt auf das soziale Miteinander übertragen lassen.
Die Ratten sind kluge, soziale Tiere, die besonders Kindern mit Unsicherheiten oder Ängsten einen sanften Zugang ermöglichen:
Sie fördern Achtsamkeit und Verantwortungsgefühl. Auch kleine Tiere haben große Bedürfnisse, was die Kinder durch die Versorgung und den Umgang mit ihnen bewusst wahrnehmen können. Sie gehen mit einem gestärkten Bewusstsein für Fürsorge, Empathie und Verantwortung aus der Interaktion mit den kleinen Pfoten.
Ihre geringe Körpergröße und Ausstrahlung ermöglichen auch schüchternen oder reiz-empfindlichen Kindern eine Annäherung im eigenen Tempo.
Erfolgserlebnisse im Umgang mit den Tieren – etwa, wenn eine Ratte auf die Hand klettert oder sich füttern lässt – wirken unmittelbar positiv auf das Selbstwertgefühl.
Und nicht zu unterschätzen ist der Fakt, dass die positive Erfahrung mit einer oft stigmatisierten Tierart Sichtweisen erweitert, Toleranz fördert und zur Reflexion eigener Denkmuster anregt.
Tiere helfen Kindern sich selbst zu akzeptieren, so zu sein wie sie sind, da Tiere nicht bewerten. Vielmehr bringen Tiere Ressourcen und Stärken zum Vorschein – ganz im Sinne der systemischen Haltung. Im wahrsten Sinne systemische Pfoten.
Tiergestützte Pädagogik mit Ratten?!

Klingt verrückt oder? Ratten sind in unserer Gesellschaft oft mit Vorurteilen behaftet. Sie gelten als unrein, unheimlich oder unerwünscht. Doch wer sie wirklich kennenlernt, merkt schnell: Diese Tiere sind hochintelligent, freundlich, feinfühlig und sehr sozial. Genau diese Eigenschaften machen sie zu wertvollen Partnern in der tiergestützten Pädagogik.
Ratten sind sehr lernfähig und menschenbezogen. Sie erkennen Stimmen, reagieren auf vertrauten Personen und zeigen Interesse am Kontakt mit Menschen – gerade zu Kindern. Ihre Interaktion ist ehrlich, direkt und frei von Wertung.
Durch ihre geringe Größe wirken sie nicht bedrohlich. Viele Kinder trauen sich bei Ratten schneller Nähe zuzulassen, als bei einem großen Tier.
Die pädagogische Arbeit mit Ratten ist auch deshalb besonders wertvoll, weil sie herausfordert: Nicht wenige Kinder (meistens jedoch Erwachsene) begegnen den Tieren mit Skepsis. Wenn daraus dann Mut, Neugier und sogar Zuneigung entstehen, erleben Kinder ganz konkret, dass es sich lohnt, eigene Bilder und Vorurteile zu hinterfragen. Das ist ein sehr starker pädagogischer Effekt, der mit kaum einer anderen Tierart erreicht werden kann.
Im Umgang mit Ratten braucht es Achtsamkeit, Rücksicht und Aufmerksamkeit. Kinder üben, sich auf das Tempo der Tiere einzulassen, leise zu sein, zu spüren, was das Tier braucht. Ratten überraschen dabei nicht selten, mit ihrem vorwitzigen Art und bringen einfach Humor mit. Eine gelöste Stimmung im Setting ist mit den kleinen Charakteren vorprogrammiert.
Mit Ratten professionell zu arbeiten ist nicht verrückt – es ist mutig, einleuchtend und wirksam. Ratten sind Tiere mit einem großen Potential für pädagogische Beziehungserfahrungen, besonders für Kinder, die einen ungewöhnlichen aber sehr echten Zugang suchen.
Wie sorge ich für Qualität in meiner Arbeit?
Um nachhaltige, ethische und wirksame Interventionen zu ermöglichen, ist fachliche Qualifikation das A und O.
Die stelle ich durch meine Ausbildung im Grundberuf (Studium der Erziehungswissenschaft), meine Zusatzqualifikationen in der systemischen Beratung und tiergestützten Intervention an akkreditierten Weiterbildungsinstituten und regelmäßige Fortbildungen sicher, um auf dem aktuellsten Stand für meine Klienten und meine Tiere zu bleiben.
Weiter ist es entscheidend für eine qualitative Arbeit, dass das Tierwohl immer an erster Stelle steht, wobei die Richtlinien des TVT (tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V.) berücksichtigt werden und eine Erlaubnis nach §11 des Tierschutzgesetzes für die gewerbliche Nutzung meiner Tiere vorliegt.
Und ein weiterer wichtiger Baustein für die Qualität meiner Arbeit ist der Austausch mit KollegInnen und die Teilnahme an Netzwerktreffen oder Fachtagungen im Rahmen meiner Mitgliedschaft des Bundesverbands für tiergestützte Interventionen e.V. (BTI).

